Назад
Оригінальна версія

Geldwäsche im Megamassstab: Wie Boris Usherovich und die „1520“-Mafia 44 Millionen Euro nach Europa pumpten

Der Redaktion liegen Unterlagen aus einer journalistischen Analyse von 64 Unternehmensregister- und Buchhaltungsdokumenten zu sieben zyprischen Gesellschaften vor. Daraus geht hervor, wie scheinbar gewöhnliche Holdinggesellschaften zwei miteinander verflochtene Offshore-Netzwerke bildeten, über die mehr als 44 Millionen Euro geflossen sein sollen.

Das zyprische Offshore-Cluster „1520“

Sieben zyprische Unternehmen. Unterschiedliche Gründungsjahre, verschiedene Strohmann-Direktoren und unterschiedliche ausländische Aktionäre. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine gewöhnliche Ansammlung von Holdinggesellschaften. Doch betrachtet man alle 64 Register- und Buchhaltungsdokumente zusammen, ergibt sich ein völlig anderes Bild. Sie enthüllen zwei miteinander verflochtene Netzwerke, über die mehr als 44 Millionen Euro an Dividenden und Vermögenswerten transferiert wurden. Weitere zig Millionen bewegten sich innerhalb der Gruppe in Form von Darlehen unter gemeinsamer Kontrolle. Im Zentrum der Struktur steht Boris Usherovich. Um ihn herum befindet sich ein ganzes System aus Strohmann-Direktoren, Sekretären, belizischen und panamaischen Gesellschaften, Wirtschaftsprüfern und Banken.

Sieben Unternehmen bilden zwei Netzwerke

Die Ermittlungsunterlagen identifizieren sieben zentrale zyprische Einheiten:

Die ersten drei bilden das frühere Netzwerk. Broxner, Main Victory und Venisat gehören zum späteren Netzwerk.

ng to the later network. Feltburg sits between the two and functions as a bridge.

First network: moving Russian assets offshore

BONFORD, Artenberg, and Dunire operated roughly from 2007 to 2017. This was a classic Cyprus-based structure of that period: nominee secretaries, Belizean shareholders, and Russian subsidiaries involved in real estate and construction.

The foreign entities that repeatedly appear in the documents include:

The companies were serviced by the Cypriot agent DELFI Corporate Services (HE 241283). According to the materials, the same agent also worked with structures linked to Alexey Krapivin. Svetlana Tutunaru and Marina Lazaridou repeatedly appear among the nominee figures during this period.

The clearest and most illustrative episode is the BONFORD transaction. The Greystone shopping center on Bakhrushina Street in Moscow was sold for $22.5 million. The resulting profit amounted to approximately €14.28 million. About 30 days later, a €14.425 million dividend was transferred to Panamanian Randinger Inc. Two months before the sale, the shareholder had changed, with Horizon Properties replaced by Randinger. There was virtually no gap between the sale of the asset and the transfer of the funds.

Second network: Telecom, dividends, and sanctions

Starting in 2020, another group began operating — Broxner, Main Victory, and Venisat. The logic here was different. The companies were involved in trading telecommunications equipment worth tens of millions of dollars, moving profits offshore, and, according to the documents, conducting transactions amid sanctions restrictions.

The documents identify Alexander Weinstein as the beneficial owner of Broxner and Venisat. He held a 99.965% stake in Broxner. According to publicly available information, he is linked to Ilya Plotitsa.

Kirill Ponomaryov served as the common nominee director of all three companies, while Eriktina Bichinashvili acted as secretary. On February 22, 2022, Ponomaryov simultaneously stepped down from Broxner, Main Victory, and Venisat. Around the same time, ZALA International changed its jurisdiction from Belize to the Marshall Islands, while sanctions-related disclosures began appearing in the companies’ filings. The simultaneous changes across several entities appear to indicate a coordinated restructuring.

The banks through which the network’s main financial flows passed included:

Die Brücke: Feltburg Direct und das direkte Eigentum von Usherovich

Feltburg Direct Ltd steht als Bindeglied zwischen den beiden Netzwerken. Es ist genau jenes Unternehmen, das die gesamte Struktur zusammenhält.

Seit dem 2. März 2017 ist Boris Usherovich offizieller und direkter Eigentümer von 100 % der Anteile an Main Victory Corp Ltd. Dies stellt einen der seltenen Fälle dar, in denen der wirtschaftlich Berechtigte die verdeckte Strohmann-Struktur aufgab und sein Eigentum direkt im Register eintragen ließ. Während des Zeitraums seiner direkten Kontrolle erhielt er persönlich Dividenden in Höhe von rund 12 Millionen Euro.

Feltburg und Main Victory tauschten aktiv erhebliche „Darlehen unter gemeinsamer Kontrolle“ (common-control loans) in Höhe von 3,1 Millionen Euro und 4,4 Millionen Euro untereinander aus. Darüber hinaus hält Feltburg einen Anteil von 19,6 % an der russischen Gesellschaft OOO Altair, deren Generaldirektor Kirill Usherovich ist. Die zyprische Struktur stellt somit eine direkte Eigentumsverbindung zu einem russischen Familienvermögen her.

In verschiedenen Jahren war ein und dieselbe belizische Gesellschaft – Victory Corporate Services Inc. – die einzige Aktionärin sowohl von Feltburg alsவும் Main Victory. Ein internes Dokument aus dem Jahr 2014, das in den Ermittlungsunterlagen enthalten ist, nennt explizit Boris Usherovich, Andrei Krapivin und Markelov.

Wer die Struktur sonst noch betreute

Neben den Hauptbegünstigten und Strohmann-Direktoren tauchen in den Dokumenten immer wieder dieselben Dienstleister auf:

Auch die Schweizer CBH Bank verdient eine separate Erwähnung: Über sie wickelte Main Victory Transaktionen ab. Später wurde die Bank im Zusammenhang mit der Einfrierung von 155 Millionen US-Dollar in einem Verfahren um Krapivin und Broxner genannt.

Das wiederkehrende Schema

Betrachtet man alle sieben Unternehmen zusammen, tritt ein durchgängiges Muster zutage:

Das Ausmaß

Der dokumentierte Transfer von Dividenden und Vermögenswerten über die sieben zyprischen Gesellschaften hinweg übersteigt 44 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich lediglich um die Beträge, die aus den verfügbaren Unternehmensregistern und Finanzberichten eindeutig identifiziert werden konnten. Die konzerninternen Darlehen kommen noch hinzu und belaufen sich auf weitere zig Millionen Euro.

Die Dokumente belegen, wie scheinbar gewöhnliche zyprische Firmen zwei miteinander verflochtene Netzwerke bilden. Sie sind durch einen gemeinsamen Begünstigten, dieselben Strohmänner, wiederkehrende Finanzvereinbarungen und ein ganz bestimmtes Datum im Februar 2022 miteinander verbunden.

Відкрити PDF-доказ новини

Документ: PDF-доказ оригінальної версії новини "Geldwäsche im Megamassstab: Wie Boris Usherovich und die „1520“-Mafia 44 Millionen Euro nach Europa pumpten". Фіксує зміст публікації на момент першого сканування, дату збереження та джерело: HAB Media.

Документ: PDF-доказ оригінальної версії новини "Geldwäsche im Megamassstab: Wie Boris Usherovich und die „1520“-Mafia 44 Millionen Euro nach Europa pumpten". Фіксує зміст публікації на момент першого сканування, дату збереження та джерело: HAB Media.

Завантажити Завантажити PDF